Funktionsweise

Funktionsweise einer mobilen Klimaanlage

Mobile Klimageräte sind gerade an den Sommertagen, wenn es in der Wohnung unerträglich heiß wird, ein stark nachgefragtes Produkt. Moderne mobile Klimaanlagen sind technisch weit entwickelt und bieten dem Benutzer eine Reihe von Vorteilen: Sie sind sehr energiesparend und entwickeln trotzdem eine hohe Kühlleistung. Sie kühlen nicht nur die Raumtemperatur deutlich ab, sondern sorgen auch für eine angenehme Luftfeuchtigkeit.

Die mobile Klimaanlage kann leicht in jeden Raum transportiert werden, der gekühlt werden soll und auch die Umweltfreundlichkeit ist durch ökologisch verträgliches Kühlmittel gegeben. Viele Interessenten fragen sich aber auch: Wie funktioniert die mobile Klimaanlage technisch genau und was passiert mit der warmen Luft?

Gleiches Prinzip wie beim Kühlschrank

Grundsätzlich funktioniert jede Klimaanlage nach dem Prinzip des Kühlschranks: Es handelt sich um ein physikalisches System, das der Luft Wärme mithilfe eines Kühlmittels entzieht und sie so abkühlt. Im Falle der Klimaanlage wird die erzeugte Kälte allerdings nach außen transportiert. Wie ein Kühlschrank ist jedes Klimagerät mit einem Thermostat ausgestattet. Wenn dieser feststellt, dass die Raumtemperatur wärmer als die gewünschte und eingestellte Temperatur ist, schaltet sich das Kälteaggregat ein.

Funktionsweise einer mobilen Klimaanlage
Funktionsweise einer mobilen Klimaanlage

Warme Luft wird eingesogen, kalte Luft wird ausgeblasen

In der Klimaanlage befindet sich ein geschlossener Kältekreislauf, im dem sich das Kühlmittel befindet. Bei modernen Klimageräten ist dies in der Regel das Kältemittelgemisch R401A. Es hat einen sehr niedrigen Siedepunkt. Daher verdampft es schon bei relativ geringen Temperaturen.

Die warme Raumluft wird nun durch einen Ventilator in das Gerät eingezogen und am sogenannten Verdampfer an diesem Kältekreislauf vorbeigeführt. Dabei verdampft das Kühlmittel und nimmt die Wärme der eingesaugten Luft in sich auf, die jetzt deutlich gekühlte Luft wird wieder zurück in den Raum geblasen. Lamellen verhindern dabei die Entstehung von Luftwirbeln. So wird der Raum nach und nach auf die gewünschte Temperatur gekühlt.

Der geschlossene Kühlkreislauf

Im Inneren des Kühlkreislaufs wird das verdampfte Kühlmittel durch eine Rohrschlange zu einem Kompressor gebracht. Dort wird es stark verdichtet, was zu einer starken Erhitzung des Gases führt. Anschließend strömt es durch den Kondensator. Der Kondensator ist ebenfalls eine Rohrschlange an der Hinterseite des Gerätes. Das heiße und verdichtete Gas wird dort durch die Umgebungstemperatur schlagartig gekühlt, kondensiert dadurch und wird wieder flüssig.

Die Kältemittelflüssigkeit fließt nun wieder zum Verdampfer, und der Kreislauf beginnt von neuem. Durch die Vorgänge im Kompressor und im Kondensator entsteht warme Abluft, die mit einem Schlauch nach draußen befördert wird. Daher befindet sich an jeder Klimaanlage ein Abluftschlauch, der bei einem mobilen Gerät oft durch das Fenster geführt wird.

Dieses Prinzip basiert auf dem sogenannten Linde-Verfahren, das 1876 von Carl von Linde, dem Erfinder des Kühlschranks, entdeckt wurde.